{
  "schemaVersion": 1,
  "title": "Fundus",
  "stand": "2026-10-26",
  "entries": [
    {
      "id": "affront",
      "word": "Affront",
      "type": "Nomen",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Eine demonstrative Kränkung oder Beleidigung, die als bewusste Missachtung verstanden wird.",
      "example": "Dass er sie vor allen anderen überging, empfand sie als Affront.",
      "family": [],
      "usage": "Stärker als eine kleine Unhöflichkeit. Häufig: ein Affront gegen jemanden oder gegenüber jemandem.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Affront"
        }
      ],
      "article": "der",
      "plural": "Affronts",
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt entsprechendes Verb; jemanden brüskieren ist sinnverwandt.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 1
    },
    {
      "id": "aegide",
      "word": "Ägide",
      "type": "Nomen",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Schirmherrschaft oder Leitung, unter der etwas stattfindet.",
      "example": "Unter ihrer Ägide entwickelte sich aus der kleinen Initiative ein jährliches Festival.",
      "family": [],
      "usage": "Fast immer in der Verbindung unter jemandes Ägide oder unter der Ägide von. Klingt förmlich und kann auch leicht ironisch wirken.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Aegide"
        }
      ],
      "article": "die",
      "pluralNote": "ohne Plural",
      "familyNote": "Keine gebräuchliche direkte Verb- oder Adjektivform.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 2
    },
    {
      "id": "akribisch",
      "word": "akribisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Mit großer Genauigkeit und Sorgfalt bis ins kleinste Detail arbeitend.",
      "example": "Er hatte jede Abweichung im Plan akribisch dokumentiert.",
      "family": [
        {
          "word": "die Akribie",
          "note": "große Genauigkeit und Sorgfalt"
        }
      ],
      "usage": "Meist anerkennend für besonders gründliche Arbeit; kann im Kontext auch übertriebene Detailversessenheit andeuten.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/akribisch"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 3
    },
    {
      "id": "ambivalent",
      "word": "ambivalent",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungs- und fachsprachlich",
      "definition": "Von gleichzeitig bestehenden, widersprüchlichen Gefühlen oder Bewertungen geprägt.",
      "example": "Dem Umzug stehe ich ambivalent gegenüber: Die neue Wohnung ist schön, aber die Nachbarschaft werde ich vermissen.",
      "family": [
        {
          "word": "die Ambivalenz",
          "note": "das Nebeneinander widersprüchlicher Gefühle oder Bewertungen"
        }
      ],
      "usage": "Passend, wenn man sich zu etwas zugleich hingezogen und davon abgestoßen fühlt. Bloße Unentschlossenheit trifft die Bedeutung nicht immer.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/ambivalent"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 4
    },
    {
      "id": "amorph",
      "word": "amorph",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungs- und fachsprachlich",
      "definition": "Ohne klar erkennbare Form oder Gliederung; in der Physik ohne kristalline Struktur.",
      "example": "Aus den amorphen Tonklumpen entstanden nach und nach deutlich erkennbare Figuren.",
      "family": [],
      "usage": "Kann auch eine noch ungeordnete Idee oder Gruppe beschreiben. Bei Materialien ist amorph ein genauer Fachbegriff.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/amorph"
        }
      ],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt verwandtes Verb. Formlosigkeit ist ein sinnverwandtes Nomen.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 5
    },
    {
      "id": "anmut",
      "word": "Anmut",
      "type": "Nomen",
      "register": "gehoben",
      "definition": "Eine natürliche, harmonisch und leicht wirkende Schönheit, besonders in Bewegung und Haltung.",
      "example": "Mit erstaunlicher Anmut balancierte sie über den schmalen Steg.",
      "family": [
        {
          "word": "anmutig",
          "note": "Anmut ausstrahlend"
        }
      ],
      "usage": "Anerkennend, eher gehoben. Kann auch den sanften Reiz einer Landschaft oder einer Gestaltung beschreiben.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Anmut"
        }
      ],
      "article": "die",
      "pluralNote": "ohne Plural",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 6
    },
    {
      "id": "annex",
      "word": "Annex",
      "type": "Nomen",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Ein beigefügter Anhang oder ein ergänzender Gebäudeteil.",
      "example": "Die Werkstatt befindet sich in einem niedrigen Annex hinter dem Haupthaus.",
      "family": [
        {
          "word": "der Annexbau",
          "note": "ein an ein Hauptgebäude angeschlossener Bau"
        }
      ],
      "usage": "In Texten häufig ein ergänzender Anhang, in der Architektur ein Anbau. Annektieren ist sprachgeschichtlich verwandt, bedeutet aber in Besitz nehmen oder eingliedern.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Annex"
        }
      ],
      "article": "der",
      "plural": "Annexe",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 7
    },
    {
      "id": "anruechig",
      "word": "anrüchig",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "standardsprachlich",
      "definition": "Von zweifelhaftem Ruf oder leicht anstößig wirkend.",
      "example": "Die ungewöhnlich diskrete Geschäftsabwicklung kam ihm etwas anrüchig vor.",
      "family": [],
      "usage": "Beschreibt einen Verdacht oder eine moralische Bewertung. Das Wort belegt für sich genommen kein tatsächliches Fehlverhalten.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/anruechig"
        }
      ],
      "familyNote": "Keine übliche direkte Verbform. Zweifelhafter Ruf ist eine passende Umschreibung.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 8
    },
    {
      "id": "bagatelle",
      "word": "Bagatelle",
      "type": "Nomen",
      "register": "standardsprachlich",
      "definition": "Eine Angelegenheit von geringer Bedeutung; in der Musik auch ein kurzes Instrumentalstück.",
      "example": "Für mich war der Kratzer eine Bagatelle, für den Besitzer offenbar nicht.",
      "family": [
        {
          "word": "bagatellisieren",
          "note": "etwas als unbedeutender darstellen, als es ist oder empfunden wird"
        }
      ],
      "usage": "Etwas als Bagatelle zu bezeichnen kann beruhigen, aber auch die Sorgen anderer herunterspielen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Bagatelle"
        }
      ],
      "article": "die",
      "plural": "Bagatellen",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 9
    },
    {
      "id": "biomorph",
      "word": "biomorph",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "fachsprachlich, auch Kunst und Gestaltung",
      "definition": "Durch Formen des natürlichen Lebens geprägt oder an organische Formen erinnernd.",
      "example": "Die biomorphen Stützen erinnern an verzweigte Baumstämme.",
      "family": [],
      "usage": "In Kunst und Gestaltung für Formen mit organischem Charakter. Biomorph beschreibt die Form; daraus folgt noch keine ökologische Bauweise.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/biomorph"
        }
      ],
      "familyNote": "Keine für den allgemeinen Sprachgebrauch übliche direkte Verbform.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 10
    },
    {
      "id": "blessur",
      "word": "Blessur",
      "type": "Nomen",
      "register": "gehoben",
      "definition": "Eine Verletzung oder Verwundung, oft eine kleinere.",
      "example": "Bis auf ein paar Blessuren hatte er den Sturz gut überstanden.",
      "family": [],
      "usage": "Häufig im Plural und auch bildhaft für seelische Verletzungen oder beschädigtes Ansehen. Die Schwere ergibt sich aus dem Zusammenhang.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Blessur"
        }
      ],
      "article": "die",
      "plural": "Blessuren",
      "familyNote": "Blessieren bedeutet verletzen, ist heute aber wenig gebräuchlich.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 11
    },
    {
      "id": "brueskieren",
      "word": "brüskieren",
      "type": "Verb",
      "register": "standardsprachlich",
      "definition": "Jemanden durch schroffes oder unhöfliches Verhalten verletzen und vor den Kopf stoßen.",
      "example": "Mit seiner abrupten Absage brüskierte er die Gastgeber.",
      "family": [
        {
          "word": "brüsk",
          "note": "schroff und abweisend"
        },
        {
          "word": "die Brüskierung",
          "note": "eine kränkende, schroffe Behandlung"
        }
      ],
      "usage": "Beschreibt vor allem die Art einer Zurückweisung. Häufig: sich brüskiert fühlen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/brueskieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 12
    },
    {
      "id": "chauvinismus",
      "word": "Chauvinismus",
      "type": "Nomen",
      "register": "Politik und Gesellschaft, abwertend",
      "definition": "Die Überzeugung, die eigene Nation oder Gruppe sei anderen überlegen; auch eine Haltung männlicher Überlegenheit gegenüber Frauen.",
      "example": "Seine angeblichen Komplimente waren von unverhohlenem Chauvinismus geprägt.",
      "family": [
        {
          "word": "chauvinistisch",
          "note": "von dieser Überlegenheitsvorstellung geprägt"
        },
        {
          "word": "der Chauvinist / die Chauvinistin",
          "note": "eine Person mit einer solchen Haltung"
        }
      ],
      "usage": "Der Zusammenhang entscheidet, ob nationaler oder männlicher Chauvinismus gemeint ist. Eine deutlich kritische Bezeichnung.",
      "sources": [
        {
          "label": "Bundeszentrale für politische Bildung",
          "url": "https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/500768/chauvinismus/"
        },
        {
          "label": "PONS",
          "url": "https://de.pons.com/%C3%BCbersetzung/deutsche-rechtschreibung/Chauvinismus"
        }
      ],
      "article": "der",
      "pluralNote": "meist ohne Plural",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 13
    },
    {
      "id": "chose",
      "word": "Chose",
      "type": "Nomen",
      "register": "umgangssprachlich",
      "definition": "Eine Sache oder Angelegenheit; auch eine Gesamtheit von Dingen.",
      "example": "Jetzt müssen wir die ganze Chose nur noch ordentlich verpacken.",
      "family": [],
      "usage": "Locker und oft mit leicht spöttischem oder genervtem Unterton. Aussprache ungefähr Schose.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Chose"
        }
      ],
      "article": "die",
      "plural": "Chosen",
      "pluralNote": "Plural selten",
      "familyNote": "Keine gebräuchliche direkte Verb- oder Adjektivform.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 14
    },
    {
      "id": "coup-de-grace",
      "word": "coup de grâce",
      "type": "Wendung",
      "register": "französische Wendung, auch übertragen",
      "definition": "Wörtlich ein Gnadenstoß; übertragen der letzte, entscheidende Schlag, der eine Niederlage besiegelt.",
      "example": "Die Absage des Hauptsponsors war der coup de grâce für das ohnehin angeschlagene Projekt.",
      "family": [],
      "usage": "Ein bewusst dramatisches französisches Bild. Im Deutschen lässt sich meist auch der Gnadenstoß sagen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Collins",
          "url": "https://www.collinsdictionary.com/de/worterbuch/englisch-deutsch/coup-de-grace"
        },
        {
          "label": "PONS",
          "url": "https://de.pons.com/%C3%BCbersetzung/englisch-deutsch/coup%2Bde%2Bgr%C3%A2ce"
        }
      ],
      "familyNote": "Keine deutsche Wortfamilie. Gnadenstoß ist die entsprechende deutsche Bezeichnung.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 15
    },
    {
      "id": "degeneriert",
      "word": "degeneriert",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "abwertend; fachsprachlich mit anderer Einordnung",
      "definition": "Körperlich oder geistig verfallen; als Partizip auch durch Rückbildung oder Verfall verändert.",
      "example": "Der Roman zeichnet das Bild einer degenerierten Oberschicht, die nur noch um sich selbst kreist.",
      "family": [
        {
          "word": "degenerieren",
          "note": "sich zurückbilden oder verfallen"
        },
        {
          "word": "die Degeneration",
          "note": "ein Prozess der Rückbildung oder des Verfalls"
        }
      ],
      "usage": "Als Personenbeschreibung stark abwertend. Der medizinische Ausdruck degenerativ bezeichnet dagegen sachlich verschleiß- oder rückbildungsbedingte Veränderungen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/degeneriert"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 16
    },
    {
      "id": "demagoge",
      "word": "Demagoge",
      "type": "Nomen",
      "register": "Politik, abwertend",
      "definition": "Eine Person, die Menschen mit aufwühlenden Reden politisch beeinflusst und gegen andere aufhetzt.",
      "example": "Er trat als Demagoge auf, der für jedes Problem sofort einen Schuldigen benannte.",
      "family": [
        {
          "word": "die Demagogin",
          "note": "weibliche Personenbezeichnung"
        },
        {
          "word": "die Demagogie",
          "note": "aufwieglerische politische Beeinflussung"
        },
        {
          "word": "demagogisch",
          "note": "in dieser Weise aufwühlend und beeinflussend"
        }
      ],
      "usage": "Eine kritische Bezeichnung. Redegewandtheit allein macht jemanden noch nicht zum Demagogen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Demagoge"
        }
      ],
      "article": "der",
      "plural": "Demagogen",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 17
    },
    {
      "id": "denunzieren",
      "word": "denunzieren",
      "type": "Verb",
      "register": "meist abwertend",
      "definition": "Jemanden aus niedrigen Beweggründen bei einer zuständigen Stelle anzeigen; auch jemanden oder etwas öffentlich verächtlich machen.",
      "example": "Er versuchte, die sachliche Kritik als bloßen Neid zu denunzieren.",
      "family": [
        {
          "word": "die Denunziation",
          "note": "eine solche Anzeige oder öffentliche Herabsetzung"
        },
        {
          "word": "der Denunziant / die Denunziantin",
          "note": "eine Person, die andere denunziert"
        }
      ],
      "usage": "Enthält meist bereits den Vorwurf eines unlauteren Motivs. Eine berechtigte Meldung ist damit nicht automatisch eine Denunziation.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/denunzieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 18
    },
    {
      "id": "deonym",
      "word": "Deonym",
      "type": "Nomen",
      "register": "Sprachwissenschaft",
      "definition": "Ein gewöhnliches Wort, das aus einem Eigennamen entstanden ist.",
      "example": "Das Wort Diesel ist ein Deonym, weil es auf den Namen Rudolf Diesel zurückgeht.",
      "family": [],
      "usage": "Ein Begriff aus der Sprachwissenschaft. Der Personen- oder Ortsname wird zur Bezeichnung einer Sache oder Eigenschaft.",
      "sources": [
        {
          "label": "Wiktionary",
          "url": "https://de.wiktionary.org/wiki/Deonym"
        }
      ],
      "article": "das",
      "plural": "Deonyme",
      "familyNote": "Deonymisierung nennt man den Übergang vom Eigennamen zum gewöhnlichen Wort; fachsprachlich.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 19
    },
    {
      "id": "despektierlich",
      "word": "despektierlich",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "gehoben",
      "definition": "Respektlos und abschätzig; andere oder ihre Leistungen geringschätzend.",
      "example": "Seine despektierliche Bemerkung über ihre Arbeit kam im Team schlecht an.",
      "family": [],
      "usage": "Besonders passend für Äußerungen, Gesten und Tonfälle. Beschreibt eine Herabsetzung, die auch beiläufig oder spöttisch erfolgen kann.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/despektierlich"
        }
      ],
      "familyNote": "Kein im Alltag übliches direkt entsprechendes Verb. Geringschätzung ist ein sinnverwandtes Nomen.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 20
    },
    {
      "id": "diametral",
      "word": "diametral",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich; auch Geometrie",
      "definition": "Genau entgegengesetzt oder in deutlichem Widerspruch zueinander stehend; geometrisch auf gegenüberliegenden Enden eines Durchmessers.",
      "example": "Unsere Vorstellungen von einem entspannten Urlaub sind offenbar diametral entgegengesetzt.",
      "family": [],
      "usage": "Typisch ist diametral entgegengesetzt. Gemeint ist ein grundlegender Gegensatz, keine kleine Abweichung.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/diametral"
        }
      ],
      "familyNote": "Keine gebräuchliche direkte Verbform. Gegensatz ist ein sinnverwandtes Nomen.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 21
    },
    {
      "id": "dichotomie",
      "word": "Dichotomie",
      "type": "Nomen",
      "register": "bildungs- und fachsprachlich",
      "definition": "Eine Einteilung in zwei Teile oder Kategorien; in der Botanik auch die gabelige Verzweigung eines Sprosses.",
      "example": "Die Dichotomie von Stadt und Land wird den vielen Zwischenformen kaum gerecht.",
      "family": [
        {
          "word": "dichotom",
          "note": "zweigeteilt oder in zwei Kategorien gegliedert"
        }
      ],
      "usage": "Häufig bei begrifflichen Gegenüberstellungen. Eine Dichotomie kann hilfreich sein, aber auch Unterschiede zu stark vereinfachen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Dichotomie"
        }
      ],
      "article": "die",
      "plural": "Dichotomien",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 22
    },
    {
      "id": "diffizil",
      "word": "diffizil",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Schwierig oder heikel und daher mit besonderer Sorgfalt zu behandeln; bei Personen auch schwer im Umgang.",
      "example": "Die Abstimmung zwischen den beiden Eigentümern war diffiziler als der eigentliche Umbau.",
      "family": [],
      "usage": "Passt zu Aufgaben, bei denen Genauigkeit oder Fingerspitzengefühl nötig ist. Ein diffiziler Mensch ist dagegen schwer zufriedenzustellen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/diffizil"
        }
      ],
      "familyNote": "Das Nomen Diffizilität ist selten; kein übliches direkt entsprechendes Verb.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 23
    },
    {
      "id": "disponibel",
      "word": "disponibel",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich, auch Wirtschaft",
      "definition": "Frei oder unmittelbar verfügbar; fachsprachlich auch vielseitig einsetzbar.",
      "example": "Für spontane Ausgaben bleibt in diesem Monat kaum disponibles Geld übrig.",
      "family": [
        {
          "word": "disponieren",
          "note": "planen, einteilen oder über verfügbare Mittel entscheiden"
        },
        {
          "word": "die Disposition",
          "note": "hier: Planung oder Verfügung über Mittel"
        }
      ],
      "usage": "Vor allem bei Geld, Zeit und Personal. Bei der Beugung fällt häufig das e weg: disponible Mittel.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/disponibel"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 24
    },
    {
      "id": "dissoziieren",
      "word": "dissoziieren",
      "type": "Verb",
      "register": "bildungs- und fachsprachlich",
      "definition": "Etwas trennen oder auflösen; sich in Bestandteile aufspalten. In der Psychologie: normalerweise verbundene Erlebnis- oder Gedächtnisinhalte voneinander abkoppeln.",
      "example": "Beim Lösen in Wasser dissoziiert das Salz in Ionen.",
      "family": [
        {
          "word": "die Dissoziation",
          "note": "Trennung oder Aufspaltung; je nach Fachgebiet unterschiedlich"
        },
        {
          "word": "dissoziativ",
          "note": "eine Dissoziation betreffend"
        }
      ],
      "usage": "In Chemie und Psychologie ein genauer Fachbegriff. Allgemein ungewohnter als trennen oder auseinanderfallen; keine beiläufige Diagnose.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden · dissoziieren",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/dissoziieren"
        },
        {
          "label": "Duden · Dissoziation",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Dissoziation"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 25
    },
    {
      "id": "distinguiert",
      "word": "distinguiert",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Durch gepflegte Kleidung und gewählte Umgangsformen betont vornehm wirkend.",
      "example": "Mit seinem distinguierten Auftreten fiel er zwischen den verschwitzten Festivalgästen sofort auf.",
      "family": [],
      "usage": "Kann anerkennend, aber auch ironisch gemeint sein. Beschreibt vor allem die äußere Erscheinung und das Auftreten.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/distinguiert"
        }
      ],
      "familyNote": "Distinguieren ist selten und bedeutet unterscheiden; keine einfache Ersatzform für vornehm auftreten.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 26
    },
    {
      "id": "dogmatisch",
      "word": "dogmatisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "meist abwertend; auch Theologie",
      "definition": "An festen Lehrsätzen oder Überzeugungen festhaltend, ohne sie kritisch zu hinterfragen; auch eine verbindliche Glaubenslehre betreffend.",
      "example": "Sie verteidigte ihre Entwurfsidee so dogmatisch, dass kaum noch eine Diskussion möglich war.",
      "family": [
        {
          "word": "das Dogma",
          "note": "ein als verbindlich geltender Lehrsatz oder eine unangefochtene Überzeugung"
        },
        {
          "word": "der Dogmatismus",
          "note": "starres Festhalten an solchen Überzeugungen"
        }
      ],
      "usage": "Im allgemeinen Gebrauch meist kritisch. In der Theologie kann dogmatisch sachlich auf Glaubenslehren bezogen sein.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/dogmatisch"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 27
    },
    {
      "id": "drakonisch",
      "word": "drakonisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "standardsprachlich",
      "definition": "Außergewöhnlich hart und streng, besonders bei Strafen oder Maßnahmen.",
      "example": "Für ein einmaliges Zuspätkommen erschien ihm der Ausschluss ziemlich drakonisch.",
      "family": [],
      "usage": "Ein starkes Wort für als übermäßig hart empfundene Konsequenzen. Geht auf den Namen des antiken Gesetzgebers Drakon zurück.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/drakonisch"
        }
      ],
      "familyNote": "Keine gebräuchliche direkte Nomen- oder Verbform.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 28
    },
    {
      "id": "empirisch",
      "word": "empirisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungs- und wissenschaftssprachlich",
      "definition": "Auf Beobachtung, Erfahrung oder erhobenen Daten beruhend.",
      "example": "Die Behauptung klingt plausibel, ist bisher aber nicht empirisch belegt.",
      "family": [
        {
          "word": "die Empirie",
          "note": "Erkenntnisgewinn durch Erfahrung und Beobachtung"
        }
      ],
      "usage": "In der Forschung meist auf systematisch erhobene Daten bezogen. Eine einzelne persönliche Erfahrung ist noch kein belastbarer allgemeiner Beleg.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/empirisch"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 29
    },
    {
      "id": "entitaet",
      "word": "Entität",
      "type": "Nomen",
      "register": "Philosophie und Fachsprache",
      "definition": "Eine als eigenständig betrachtete Einheit; in der Informatik ein eindeutig identifizierbares Objekt, über das Daten gespeichert werden.",
      "example": "In der Datenbank wird jedes Gebäude als eigene Entität geführt.",
      "family": [],
      "usage": "Ein abstrakter Fachbegriff. In der Philosophie kann Entität auch das Dasein eines Dinges im Unterschied zu seinem Wesen bezeichnen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Entitaet"
        }
      ],
      "article": "die",
      "plural": "Entitäten",
      "familyNote": "Keine übliche direkte Verbform. Einheit oder eigenständiges Objekt sind oft die verständlicheren Umschreibungen.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 30
    },
    {
      "id": "ephemer",
      "word": "ephemer",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich; auch Biologie",
      "definition": "Nur kurz bestehend und rasch wieder vergehend.",
      "example": "Die Installation war bewusst ephemer: Schon der nächste Regen sollte sie verändern.",
      "family": [],
      "usage": "Passt zu flüchtigen Erscheinungen und zeitlich begrenzter Kunst. In Botanik und Zoologie auch für nur einen Tag bestehende Organismen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/ephemer"
        }
      ],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt entsprechendes Verb. Vergänglichkeit ist ein sinnverwandtes Nomen.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 31
    },
    {
      "id": "erpicht",
      "word": "erpicht",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "standardsprachlich",
      "definition": "Sehr begierig oder stark darauf aus, etwas zu bekommen oder zu tun.",
      "example": "Nach der langen Sitzung war niemand mehr auf eine weitere Diskussion erpicht.",
      "family": [],
      "usage": "Üblich ist auf etwas erpicht sein. Besonders häufig verneint: nicht darauf erpicht sein, also wenig Lust darauf haben.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/erpicht"
        }
      ],
      "familyNote": "Keine gebräuchliche direkte Nomen- oder Verbform.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 32
    },
    {
      "id": "esprit",
      "word": "Esprit",
      "article": "der",
      "type": "Nomen",
      "pluralNote": "gewöhnlich ohne Plural",
      "register": "bildungssprachlich",
      "order": 33,
      "definition": "Geist und Witz, die sich in originellen Gedanken, schlagfertigen Bemerkungen oder einer lebendigen Ausdrucksweise zeigen.",
      "example": "Sie erzählte selbst von einer verpassten Zugverbindung mit so viel Esprit, dass der ganze Tisch lachen musste.",
      "family": [
        {
          "word": "geistreich",
          "note": "sinnverwandt"
        },
        {
          "word": "schlagfertig",
          "note": "sinnverwandt"
        }
      ],
      "familyNote": "Kein übliches direkt abgeleitetes Verb.",
      "usage": "Anerkennend; beschreibt eine geistige Lebendigkeit. Aussprache ungefähr „Esprii“, ohne hörbares t.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Esprit"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1
    },
    {
      "id": "eunuch",
      "word": "Eunuch",
      "type": "Nomen",
      "register": "historisch",
      "definition": "Ein kastrierter Mann; historisch insbesondere ein Hofbediensteter oder Haremswächter.",
      "example": "Im historischen Roman gewinnt der Eunuch als enger Vertrauter des Herrschers großen Einfluss.",
      "family": [],
      "usage": "Vor allem in historischen Zusammenhängen. Als bildhafte Bezeichnung für einen heutigen Menschen stark herabsetzend.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Eunuch"
        }
      ],
      "article": "der",
      "plural": "Eunuchen",
      "familyNote": "Keine gebräuchliche direkte Verbform. Kastrieren ist sachlich verwandt, aber keine Ableitung von Eunuch.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 34
    },
    {
      "id": "euphemismus",
      "word": "Euphemismus",
      "type": "Nomen",
      "register": "Sprachwissenschaft, auch bildungssprachlich",
      "definition": "Ein Ausdruck, der etwas Unangenehmes oder Anstößiges milder und angenehmer klingen lässt.",
      "example": "Die Firma sprach von einer Personalanpassung – ein Euphemismus für Entlassungen.",
      "family": [
        {
          "word": "euphemistisch",
          "note": "beschönigend oder sprachlich abmildernd"
        }
      ],
      "usage": "Kann aus Rücksicht gewählt sein oder dazu dienen, einen Sachverhalt zu verschleiern. Die Wirkung hängt vom Kontext ab.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Euphemismus"
        }
      ],
      "article": "der",
      "plural": "Euphemismen",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 35
    },
    {
      "id": "exzentriker",
      "word": "Exzentriker",
      "type": "Nomen",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Ein Mensch, der durch ungewöhnliche Eigenheiten und ein auffällig unkonventionelles Verhalten hervorsticht.",
      "example": "Der Exzentriker erschien selbst zum Frühstück im weißen Leinenanzug und mit Opernglas.",
      "family": [
        {
          "word": "die Exzentrikerin",
          "note": "weibliche Personenbezeichnung"
        },
        {
          "word": "exzentrisch",
          "note": "auffällig eigenwillig und außerhalb üblicher Konventionen"
        },
        {
          "word": "die Exzentrik",
          "note": "eine ungewöhnliche, überspannte Eigenart"
        }
      ],
      "usage": "Kann bewundernd, liebevoll oder spöttisch klingen. Beschreibt auffällige Eigenwilligkeit und keine psychische Diagnose.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Exzentriker"
        }
      ],
      "article": "der",
      "plural": "Exzentriker",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 36
    },
    {
      "id": "faible",
      "word": "Faible",
      "type": "Nomen",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Eine besondere Vorliebe oder Schwäche für jemanden oder etwas.",
      "example": "Sie hat ein Faible für alte Espressomaschinen mit viel Chrom und wenig Elektronik.",
      "family": [],
      "usage": "Üblich ist ein Faible für etwas haben. Aussprache ungefähr Fäbl; das Wort wirkt oft persönlicher als Interesse.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Faible"
        }
      ],
      "article": "das",
      "plural": "Faibles",
      "familyNote": "Keine gebräuchliche direkte Verb- oder Adjektivform.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 37
    },
    {
      "id": "falsifizieren",
      "word": "falsifizieren",
      "type": "Verb",
      "register": "bildungs- und wissenschaftssprachlich",
      "definition": "Eine Behauptung oder Hypothese durch Beobachtung oder einen logischen Nachweis widerlegen; außerdem etwas verfälschen.",
      "example": "Ein einziges belastbares Gegenbeispiel genügte, um die allgemeine Behauptung zu falsifizieren.",
      "family": [
        {
          "word": "die Falsifikation",
          "note": "eine Widerlegung, besonders einer wissenschaftlichen Aussage"
        },
        {
          "word": "falsifizierbar",
          "note": "so formuliert, dass eine Widerlegung grundsätzlich möglich ist"
        }
      ],
      "usage": "Im wissenschaftlichen Gespräch meist widerlegen, nicht fälschen. Nicht jede unbestätigte Behauptung ist bereits falsifiziert.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/falsifizieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 38
    },
    {
      "id": "fidel",
      "word": "fidel",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "umgangssprachlich, veraltend",
      "definition": "Unbeschwert fröhlich, vergnügt und gut gelaunt.",
      "example": "Trotz der kurzen Nacht saß er schon wieder erstaunlich fidel am Frühstückstisch.",
      "family": [],
      "usage": "Klingt heute etwas altmodisch und kann gerade deshalb charmant oder scherzhaft wirken.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/fidel"
        }
      ],
      "familyNote": "Keine heute geläufige direkte Nomen- oder Verbform.",
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 39
    },
    {
      "id": "forcieren",
      "word": "forcieren",
      "type": "Verb",
      "register": "standardsprachlich",
      "definition": "Etwas durch verstärkten Einsatz beschleunigen oder steigern; auch etwas gezielt erzwingen.",
      "example": "Wir sollten den Abschluss nicht forcieren, solange die wichtigsten Fragen offen sind.",
      "family": [
        {
          "word": "die Forcierung",
          "note": "ein verstärktes Vorantreiben oder Erzwingen"
        },
        {
          "word": "forciert",
          "note": "mit Nachdruck betrieben; auch angestrengt oder unnatürlich wirkend"
        }
      ],
      "usage": "Mehr Druck als beim bloßen Fördern. Eine forcierte Fröhlichkeit wirkt etwa bemüht und aufgesetzt.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/forcieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 40
    },
    {
      "id": "fregatte",
      "word": "Fregatte",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "plural": "Fregatten",
      "register": "Seefahrt; übertragen auch abwertend",
      "definition": "Ein wendiges, bewaffnetes Kriegsschiff, das unter anderem andere Schiffe begleitet und schützt. Als veraltendes Schimpfwort auch für eine ältere Frau verwendet.",
      "example": "Im Hafen lag eine Fregatte neben den deutlich kleineren Versorgungsschiffen.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein gebräuchliches direkt entsprechendes Verb oder Adjektiv.",
      "usage": "Die Schiffsbezeichnung ist sachlich. Auf eine Person bezogen wirkt das Wort herabsetzend und altertümlich.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Fregatte"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 41
    },
    {
      "id": "frivol",
      "word": "frivol",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "oft kritisch oder scherzhaft",
      "definition": "Leichtfertig und ohne die gebotenen Bedenken; außerdem anzüglich oder gegen geltende Moralvorstellungen verstoßend.",
      "example": "Die Entscheidung über ein so großes Budget als bloßes Spiel darzustellen, fand sie ziemlich frivol.",
      "family": [
        {
          "word": "die Frivolität",
          "note": "leichtfertige oder anzügliche Haltung beziehungsweise Äußerung"
        }
      ],
      "usage": "Ein frivoler Witz ist meist anzüglich; ein frivoler Umgang mit Risiken ist bedenkenlos. Der Zusammenhang entscheidet.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/frivol"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 42
    },
    {
      "id": "froenen",
      "word": "frönen",
      "type": "Verb",
      "register": "gehoben, oft augenzwinkernd",
      "definition": "Sich einer Vorliebe, Leidenschaft oder Gewohnheit genussvoll hingeben.",
      "example": "Am Sonntag fröne ich meiner Vorliebe für lange Frühstücke und noch längere Zeitungslektüre.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein geläufiges Nomen mit derselben heutigen Bedeutung. Fron ist zwar historisch verwandt, bedeutet aber etwas anderes.",
      "usage": "Mit Dativ: einer Leidenschaft oder einem Hobby frönen. Das Wort kann Freude, aber auch übermäßiges Nachgeben ausdrücken.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/froenen"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 43
    },
    {
      "id": "fulminant",
      "word": "fulminant",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "anerkennend; auch Medizin",
      "definition": "So eindrucksvoll oder hervorragend, dass es unmittelbar große Wirkung entfaltet. In der Medizin: plötzlich einsetzend und heftig verlaufend.",
      "example": "Nach einem eher verhaltenen Beginn spielte die Band ein fulminantes Finale.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein im Alltag übliches direkt entsprechendes Verb oder Nomen.",
      "usage": "Passt zu einem glänzenden Auftakt, Erfolg oder Auftritt. Die medizinische Bedeutung enthält dagegen keine positive Wertung.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/fulminant"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 44
    },
    {
      "id": "fundus",
      "word": "Fundus",
      "type": "Nomen",
      "article": "der",
      "plural": "Fundus",
      "register": "allgemein; auch Theater und Film",
      "definition": "Ein vorhandener Bestand, aus dem man schöpfen kann: etwa Erfahrungen, Kenntnisse oder gesammelte Gegenstände. Beim Theater auch der Vorrat an Kostümen und Requisiten.",
      "example": "Für seine Geschichten schöpft er aus einem erstaunlichen Fundus an Beobachtungen.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt abgeleitetes Verb oder Adjektiv.",
      "usage": "Betont den verfügbaren Vorrat. Die Pluralform Fundi gehört zur medizinischen Bedeutung des Wortes, nicht zur Wörtersammlung.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Fundus"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 45
    },
    {
      "id": "galant",
      "word": "galant",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "oft anerkennend",
      "definition": "Besonders höflich und zuvorkommend; übertragen auch geschickt, elegant und ohne sichtbare Mühe.",
      "example": "Mit einer galanten Bemerkung lenkte sie das Gespräch von dem peinlichen Missverständnis weg.",
      "family": [
        {
          "word": "die Galanterie",
          "note": "höfliche Zuvorkommenheit oder eine entsprechende Geste; eher gehoben"
        }
      ],
      "usage": "Bei Umgangsformen kann das Wort einen altmodischen Charme haben. Eine galante Lösung ist vor allem elegant und geschickt.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/galant"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 46
    },
    {
      "id": "garaus",
      "word": "Garaus",
      "type": "Nomen",
      "article": "der",
      "pluralNote": "ohne Plural",
      "register": "fast nur in einer festen Wendung",
      "definition": "In der Wendung jemandem oder etwas den Garaus machen: töten, zerstören oder endgültig ein Ende bereiten.",
      "example": "Der unerwartete Frost machte meinen Balkonpflanzen den Garaus.",
      "family": [],
      "familyNote": "Die feste Verbindung lautet: jemandem oder etwas den Garaus machen.",
      "usage": "Im übertragenen Gebrauch oft drastisch oder scherzhaft. Das Nomen steht heute kaum unabhängig von dieser Wendung.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Garaus"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 47
    },
    {
      "id": "gefeit",
      "word": "gefeit",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "meist in gegen etwas gefeit sein",
      "definition": "Vor etwas geschützt oder gegenüber einer Gefahr beziehungsweise einem unerwünschten Einfluss widerstandsfähig.",
      "example": "Auch mit viel Erfahrung ist man gegen solche Fehleinschätzungen nicht völlig gefeit.",
      "family": [],
      "familyNote": "Das zugrunde liegende Verb feien ist veraltet; für den heutigen Gebrauch genügt die Form gefeit.",
      "usage": "Häufig in Verneinungen: Niemand ist gegen Irrtümer gefeit. Es geht um Schutz, nicht bloß um Gewöhnung.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/gefeit"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 48
    },
    {
      "id": "genuin",
      "word": "genuin",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich; auch Medizin",
      "definition": "Echt, ursprünglich oder einer Sache ihrem Wesen nach zugehörig. In der Medizin auch angeboren oder unabhängig von anderen Erkrankungen entstanden.",
      "example": "Mich interessiert, ob das ein genuines Bedürfnis ist oder nur eine Reaktion auf den aktuellen Trend.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt entsprechendes Verb oder Nomen.",
      "usage": "Hilfreich zur Unterscheidung von Eigenständigem und bloß Übernommenem. Die medizinische Bedeutung ist gesondert zu verstehen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/genuin"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 49
    },
    {
      "id": "grotesk",
      "word": "grotesk",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "oft kritisch; auch Kunst und Literatur",
      "definition": "So stark verzerrt, übersteigert oder widersinnig, dass es zugleich befremdlich und lächerlich wirkt.",
      "example": "Es war grotesk: Für die Reparatur des zehn Euro teuren Teils brauchten wir drei Genehmigungen.",
      "family": [
        {
          "word": "die Groteske",
          "note": "eine Darstellung, die mit absonderlichen Übersteigerungen und Verzerrungen arbeitet"
        }
      ],
      "usage": "Stärker als ungewöhnlich oder seltsam. In der Kunst kann die groteske Wirkung bewusst gestaltet sein.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/grotesk"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 50
    },
    {
      "id": "habituation",
      "word": "Habituation",
      "article": "die",
      "type": "Nomen",
      "plural": "Habituationen",
      "register": "vor allem Psychologie",
      "order": 51,
      "definition": "Eine Gewöhnung, bei der die Reaktion auf einen wiederholt auftretenden Reiz allmählich schwächer wird.",
      "example": "Dass mich das Ticken der Uhr inzwischen kaum noch stört, ist ein Beispiel für Habituation.",
      "family": [
        {
          "word": "habituieren",
          "note": "sich an einen wiederkehrenden Reiz gewöhnen; fachsprachlich"
        }
      ],
      "usage": "Präziser als das allgemeine Wort „Gewohnheit“: Gemeint ist die nachlassende Reaktion auf einen Reiz.",
      "sources": [
        {
          "label": "Springer · Habituation",
          "url": "https://www.lehrbuch-psychologie.springernature.com/glossar/habituation-gew%C3%B6hnung-habituation"
        },
        {
          "label": "Hochschule für Heilpädagogik",
          "url": "https://zuugs.hfh.ch/verhalten/chapter/lerntheoretische-konzepte/"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1
    },
    {
      "id": "holistisch",
      "word": "holistisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungs- und fachsprachlich",
      "order": 52,
      "definition": "Ganzheitlich: das Ganze und die Zusammenhänge seiner Teile betrachtend.",
      "example": "Wir sollten den Umbau holistisch betrachten und Nutzung, Energieverbrauch und spätere Wartung gemeinsam denken.",
      "family": [
        {
          "word": "der Holismus",
          "note": "eine philosophische Lehre, die vom Ganzen ausgeht"
        }
      ],
      "familyNote": "Kein übliches direkt verwandtes Verb.",
      "usage": "Wird verständlicher, wenn man konkret benennt, welche Zusammenhänge berücksichtigt werden.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden · holistisch",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/holistisch"
        },
        {
          "label": "Duden · Holismus",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Holismus"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1
    },
    {
      "id": "impertinent",
      "word": "impertinent",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich, abwertend",
      "definition": "Auf herausfordernde Weise frech, unverschämt oder ungehörig.",
      "example": "Seine impertinente Frage nach ihrem Gehalt ließ sie demonstrativ unbeantwortet.",
      "family": [
        {
          "word": "die Impertinenz",
          "note": "Unverschämtheit; auch eine einzelne ungehörige Äußerung"
        }
      ],
      "usage": "Ein deutliches Urteil über mangelnden Respekt. Passt zu aufdringlichen Fragen, Bemerkungen oder einer dreisten Haltung.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/impertinent"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 53
    },
    {
      "id": "imposant",
      "word": "imposant",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "meist anerkennend",
      "definition": "Durch Größe, Bedeutung oder eine ungewöhnliche Erscheinung einen starken Eindruck hinterlassend.",
      "example": "Erst vom Tal aus wird sichtbar, wie imposant das Gebäude tatsächlich ist.",
      "family": [
        {
          "word": "imponieren",
          "note": "jemanden beeindrucken oder ihm Respekt einflößen"
        }
      ],
      "usage": "Beschreibt die Wirkung einer Erscheinung. Ein Bau kann imposant sein, ohne deshalb schön oder angenehm zu wirken.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/imposant"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 54
    },
    {
      "id": "in-extenso",
      "word": "in extenso",
      "type": "Wendung",
      "register": "bildungssprachlich, lateinisch",
      "definition": "Vollständig und mit allen Einzelheiten; ohne Kürzung oder bloße Zusammenfassung.",
      "example": "Die ganze Vorgeschichte müssen wir jetzt nicht noch einmal in extenso besprechen.",
      "family": [],
      "familyNote": "Eine feste Wendung; keine direkt entsprechende Verb- oder Nomenform.",
      "usage": "Passt zu ausführlichem Darstellen, Wiedergeben oder Erörtern. Gelegentlich ironisch, wenn eine Erklärung zu lang wird.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/in_extenso"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 55
    },
    {
      "id": "inquisitorisch",
      "word": "inquisitorisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich",
      "order": 56,
      "definition": "Streng, unerbittlich und bohrend prüfend; so, als werde jemand einem Verhör unterzogen.",
      "example": "Auf meine beiläufige Bemerkung folgte eine ganze Reihe inquisitorischer Nachfragen.",
      "family": [
        {
          "word": "der Inquisitor / die Inquisitorin",
          "note": ""
        },
        {
          "word": "die Inquisition",
          "note": ""
        }
      ],
      "familyNote": "Diese Nomen tragen einen historischen Bezug und sind keine einfachen Ersatzformen.",
      "usage": "Eine starke, meist kritische Beschreibung von Fragen, Blicken oder einer Gesprächsführung.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/inquisitorisch"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1
    },
    {
      "id": "insistieren",
      "word": "insistieren",
      "type": "Verb",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Mit Nachdruck auf einer Forderung, einer Aussage oder einem bestimmten Vorgehen bestehen.",
      "example": "Ich möchte darauf insistieren, dass wir zuerst die tatsächlichen Kosten klären.",
      "family": [
        {
          "word": "die Insistenz",
          "note": "nachdrückliches Beharren; gehoben"
        },
        {
          "word": "insistent",
          "note": "beharrlich auf etwas bestehend"
        }
      ],
      "usage": "Mit auf und Dativ oder darauf, dass: auf einer Antwort insistieren. Betont die Beharrlichkeit gegenüber Widerstand.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/insistieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 57
    },
    {
      "id": "insolent",
      "word": "insolent",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich, abwertend",
      "definition": "Frech und unverschämt, oft verbunden mit einer anmaßenden Haltung.",
      "example": "Auf die sachliche Nachfrage reagierte er mit einem insolenten Lächeln.",
      "family": [
        {
          "word": "die Insolenz",
          "note": "anmaßende Unverschämtheit; selten"
        }
      ],
      "usage": "Ähnlich wie impertinent, oft mit einem Beiklang von Überheblichkeit. Eher literarisch als alltäglich.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/insolent"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 58
    },
    {
      "id": "integer",
      "word": "integer",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "anerkennend, oft beruflich oder politisch",
      "definition": "Moralisch zuverlässig und unbestechlich; den eigenen Grundsätzen auch unter Druck treu.",
      "example": "Ich halte sie für integer, gerade weil sie ihren eigenen Fehler offen eingeräumt hat.",
      "family": [
        {
          "word": "die Integrität",
          "note": "moralische Unbestechlichkeit; in anderen Zusammenhängen auch Unversehrtheit"
        }
      ],
      "usage": "Beschreibt den Charakter, nicht Fehlerlosigkeit in jeder Sache. Die gebeugte Form lautet etwa: ein integrer Mensch.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/integer"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 59
    },
    {
      "id": "intervenieren",
      "word": "intervenieren",
      "type": "Verb",
      "register": "bildungssprachlich; auch Politik und Wirtschaft",
      "definition": "In einen Vorgang eingreifen, um seinen Verlauf zu beeinflussen, zu vermitteln oder etwas zu verhindern.",
      "example": "Als das Gespräch in persönliche Vorwürfe abglitt, intervenierte die Moderatorin.",
      "family": [
        {
          "word": "die Intervention",
          "note": "ein gezieltes Eingreifen"
        }
      ],
      "usage": "Kann eine kleine Unterbrechung oder einen weitreichenden staatlichen Eingriff bezeichnen. Das Ziel ergibt sich aus dem Zusammenhang.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/intervenieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 60
    },
    {
      "id": "intrinsisch",
      "word": "intrinsisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "vor allem Psychologie und Pädagogik",
      "definition": "Von innen heraus oder aus der Sache selbst begründet; bei Motivation: aus eigenem Interesse statt wegen äußerer Belohnungen.",
      "example": "Meine Neugier auf Sprache ist intrinsisch; dafür brauche ich weder eine Prüfung noch eine Belohnung.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt entsprechendes Verb oder Nomen. Gegenwort: extrinsisch.",
      "usage": "Besonders gebräuchlich in intrinsische Motivation. Es geht um die Quelle des Antriebs, nicht um seine Stärke.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/intrinsisch"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 61
    },
    {
      "id": "invertieren",
      "word": "invertieren",
      "type": "Verb",
      "register": "fachsprachlich",
      "definition": "Etwas umkehren oder in eine entgegengesetzte Anordnung überführen, etwa Reihenfolgen, Farben oder Verhältnisse.",
      "example": "Für die zweite Darstellung habe ich die Farben invertiert: Die hellen Flächen sind nun dunkel.",
      "family": [
        {
          "word": "die Inversion",
          "note": "Umkehrung oder Umstellung"
        },
        {
          "word": "invers",
          "note": "umgekehrt oder entgegengesetzt"
        }
      ],
      "usage": "Der genaue Vorgang hängt vom Fach ab. Im allgemeinen Gebrauch sollte klar sein, was umgekehrt wird.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/invertieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 62
    },
    {
      "id": "kapriole",
      "word": "Kapriole",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "plural": "Kapriolen",
      "register": "häufig übertragen und im Plural",
      "definition": "Ein übermütiger Sprung; übertragen ein unerwarteter, eigenwilliger oder schwer nachvollziehbarer Wechsel im Verhalten oder Verlauf.",
      "example": "Nach den Kapriolen des Wetters haben wir die Feier vorsichtshalber nach drinnen verlegt.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein im Alltag übliches direkt entsprechendes Verb oder Adjektiv.",
      "usage": "Passt zu Wetter, Märkten oder eigensinnigem Verhalten. Der Ausdruck klingt meist bildhaft und leicht spöttisch.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Kapriole"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 63
    },
    {
      "id": "kommune",
      "word": "Kommune",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "plural": "Kommunen",
      "register": "Verwaltung; auch gemeinschaftliches Wohnen",
      "definition": "Eine politische Gemeinde als örtliche Verwaltungseinheit. Außerdem eine Gemeinschaft, deren Mitglieder zusammenleben und Teile ihres Alltags oder Besitzes teilen.",
      "example": "Die Kommune möchte das leer stehende Schulgebäude für gemeinschaftliche Nutzungen öffnen.",
      "family": [
        {
          "word": "kommunal",
          "note": "die Gemeinde betreffend"
        }
      ],
      "usage": "Kommunale Verwaltung und das Leben in einer Kommune sind verschiedene Bedeutungen. Das Adjektiv kommunal gehört vor allem zur Verwaltung.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Kommune"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 64
    },
    {
      "id": "kompromittieren",
      "word": "kompromittieren",
      "type": "Verb",
      "register": "bildungssprachlich; auch IT",
      "definition": "Jemanden durch etwas Bloßstellendes in Verruf bringen. In der IT: die Vertraulichkeit oder Sicherheit eines Systems beziehungsweise von Daten verletzen.",
      "example": "Mit den ungeprüften Anschuldigungen hat er vor allem seine eigene Glaubwürdigkeit kompromittiert.",
      "family": [
        {
          "word": "die Kompromittierung",
          "note": "Rufschädigung oder Verletzung der Sicherheit"
        }
      ],
      "usage": "Sich kompromittieren heißt sich selbst in ein schlechtes Licht setzen. Nicht mit einen Kompromiss finden verwechseln.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/kompromittieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 65
    },
    {
      "id": "kongruent",
      "word": "kongruent",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungs- und fachsprachlich",
      "definition": "Übereinstimmend oder zueinander passend; in der Geometrie: in Form und Größe deckungsgleich.",
      "example": "Seine Aussagen sind mit seinem tatsächlichen Verhalten leider nicht kongruent.",
      "family": [
        {
          "word": "die Kongruenz",
          "note": "Übereinstimmung oder Deckungsgleichheit"
        },
        {
          "word": "inkongruent",
          "note": "nicht übereinstimmend"
        }
      ],
      "usage": "Bezeichnet mehr als eine lockere Ähnlichkeit. In der Grammatik meint Kongruenz die Übereinstimmung bestimmter Wortmerkmale.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/kongruent"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 66
    },
    {
      "id": "konstatieren",
      "word": "konstatieren",
      "type": "Verb",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Einen Sachverhalt feststellen und ausdrücklich benennen.",
      "example": "Nach drei Stunden mussten wir konstatieren, dass wir in der eigentlichen Frage kaum weitergekommen waren.",
      "family": [
        {
          "word": "die Konstatierung",
          "note": "ausdrückliche Feststellung; eher selten"
        }
      ],
      "usage": "Klingt nüchtern und bilanzierend. Eine Konstatierung stellt etwas fest; sie erklärt noch nicht unbedingt die Ursachen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/konstatieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 67
    },
    {
      "id": "konterkarieren",
      "word": "konterkarieren",
      "type": "Verb",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Einem Vorhaben oder einer Wirkung entgegenarbeiten und es dadurch behindern, durchkreuzen oder zunichtemachen.",
      "example": "Die zusätzlichen Parkplätze würden unser Ziel, den Platz verkehrsärmer zu machen, konterkarieren.",
      "family": [
        {
          "word": "die Konterkarierung",
          "note": "das Durchkreuzen einer Absicht oder Wirkung"
        }
      ],
      "usage": "Passt zu Maßnahmen, deren Wirkungen einander aufheben. Es muss keine bewusste Sabotage dahinterstecken.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/konterkarieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 68
    },
    {
      "id": "konvergenz",
      "word": "Konvergenz",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "plural": "Konvergenzen",
      "register": "bildungs- und fachsprachlich",
      "definition": "Eine Annäherung oder ein Zusammenlaufen zunächst verschiedener Entwicklungen, Positionen oder Größen.",
      "example": "Trotz unterschiedlicher Ausgangspunkte zeigte sich im Gespräch eine deutliche Konvergenz unserer Vorstellungen.",
      "family": [
        {
          "word": "konvergieren",
          "note": "sich annähern oder aufeinander zulaufen"
        },
        {
          "word": "konvergent",
          "note": "aufeinander zulaufend"
        }
      ],
      "usage": "Gegenbegriff: Divergenz. In Mathematik und Naturwissenschaften besitzt das Wort jeweils genauer festgelegte Bedeutungen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Konvergenz"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 69
    },
    {
      "id": "kretin",
      "word": "Kretin",
      "type": "Nomen",
      "article": "der",
      "plural": "Kretins",
      "register": "stark abwertend; medizinisch veraltet",
      "definition": "Ein Schimpfwort für jemanden, dessen Verhalten als außerordentlich dumm gilt. Ursprünglich eine heute veraltete medizinische Personenbezeichnung.",
      "example": "Im Roman nennt der Erzähler seinen Rivalen einen Kretin und verrät damit auch seine eigene Verachtung.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kretinismus ist der historische medizinische Bezug, kein neutrales Nomen für gewöhnliche Dummheit.",
      "usage": "Eine deutliche Beleidigung mit einer abwertenden medizinischen Vorgeschichte; keine bloß gehobene Variante von ungeschickt.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Kretin"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 70
    },
    {
      "id": "leger",
      "word": "leger",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "allgemein",
      "definition": "Ungezwungen und lässig; bei Kleidung bequem und wenig förmlich. Bei der Ausführung einer Aufgabe auch oberflächlich oder nachlässig.",
      "example": "Die Einladung war offiziell, die Atmosphäre beim Essen dann aber angenehm leger.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt entsprechendes Verb oder Nomen.",
      "usage": "Leger gekleidet ist meist neutral oder positiv. Eine Sache allzu leger handhaben ist dagegen kritisch gemeint.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/leger"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 71
    },
    {
      "id": "letal",
      "word": "letal",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "medizinisch und naturwissenschaftlich",
      "definition": "Tödlich oder zum Tod führend.",
      "example": "Der Bericht unterscheidet zwischen schweren Verletzungen und einem letalen Ausgang.",
      "family": [
        {
          "word": "die Letalität",
          "note": "Anteil der Erkrankten, die an einer bestimmten Erkrankung sterben; fachsprachlich"
        }
      ],
      "usage": "Eine sachliche Fachbezeichnung. Letalität bezieht sich auf Erkrankte und ist deshalb nicht einfach ein anderes Wort für allgemeine Sterblichkeit.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/letal"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 72
    },
    {
      "id": "lethargisch",
      "word": "lethargisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "allgemein; auch medizinisch",
      "definition": "Antriebslos, auffallend teilnahmslos und schwer zu einer Reaktion oder Tätigkeit zu bewegen.",
      "example": "Nach dem langen Sitzungstag saßen wir ziemlich lethargisch vor den restlichen Aufgaben.",
      "family": [
        {
          "word": "die Lethargie",
          "note": "Zustand ausgeprägter Antriebslosigkeit oder Teilnahmslosigkeit"
        }
      ],
      "usage": "Stärker als gemütlich oder entspannt. Im alltäglichen Gebrauch eine Beschreibung; im medizinischen Zusammenhang ein genauer zu beurteilender Zustand.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/lethargisch"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 73
    },
    {
      "id": "malizioes",
      "word": "maliziös",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich, abwertend",
      "definition": "Auf boshafte oder verletzend spöttische Weise formuliert beziehungsweise gezeigt, oft eher fein als offen grob.",
      "example": "Sein maliziöser Kommentar klang zunächst wie ein Kompliment, traf aber genau ihre Unsicherheit.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein im Alltag geläufiges direkt entsprechendes Verb oder Nomen.",
      "usage": "Passt zu Bemerkungen, einem Lächeln oder Untertönen. Entscheidend ist die boshafte Spitze, nicht die Lautstärke.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/malizioes"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 74
    },
    {
      "id": "malochen",
      "word": "malochen",
      "type": "Verb",
      "register": "salopp",
      "definition": "Hart und anstrengend arbeiten, häufig körperlich oder über längere Zeit.",
      "example": "Wir haben das ganze Wochenende im Garten malocht und am Ende kaum noch gerade stehen können.",
      "family": [
        {
          "word": "die Maloche",
          "note": "harte Arbeit"
        },
        {
          "word": "der Malocher / die Malocherin",
          "note": "jemand, der hart arbeitet"
        }
      ],
      "usage": "Deutlich umgangssprachlicher als arbeiten. Kann die Anstrengung betonen, aber auch Anerkennung für geleistete Arbeit ausdrücken.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/malochen"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 75
    },
    {
      "id": "maritim",
      "word": "maritim",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "allgemein; auch Fachsprache",
      "definition": "Das Meer oder die Schifffahrt betreffend; durch die Nähe zum Meer geprägt.",
      "example": "Das maritime Klima sorgt dafür, dass die Temperaturen dort weniger stark schwanken.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein gebräuchliches direkt abgeleitetes Verb oder Nomen mit derselben allgemeinen Bedeutung.",
      "usage": "Passt zu Klima, Wirtschaft, Geschichte oder Gestaltung mit Meeresbezug. Maritim bedeutet nicht automatisch tropisch oder sommerlich.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/maritim"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 76
    },
    {
      "id": "marotte",
      "word": "Marotte",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "plural": "Marotten",
      "register": "oft leicht spöttisch oder liebevoll",
      "definition": "Eine auffällige persönliche Eigenheit, seltsame Gewohnheit oder fixe Idee, an der jemand eigensinnig festhält.",
      "example": "Seine Marotte, jedes Buch zuerst auf der letzten Seite aufzuschlagen, werde ich wohl nie verstehen.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein im Alltag übliches direkt entsprechendes Verb oder Adjektiv.",
      "usage": "Beschreibt meist eine individuelle Schrulle. Je nach Ton kann es liebevoll oder deutlich genervt klingen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Marotte"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 77
    },
    {
      "id": "martialisch",
      "word": "martialisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich, oft kritisch",
      "definition": "Kriegerisch oder auf bedrohliche Weise kämpferisch wirkend; demonstrativ auf Stärke und Härte setzend.",
      "example": "Für eine harmlose Produktpräsentation fand ich die martialische Musik ziemlich überzogen.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt entsprechendes Verb oder Nomen für den allgemeinen Sprachgebrauch.",
      "usage": "Passt zu Auftreten, Sprache, Gesten oder Bildern. Etwas kann martialisch wirken, ohne tatsächlich militärisch zu sein.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/martialisch"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 78
    },
    {
      "id": "maetresse",
      "word": "Mätresse",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "plural": "Mätressen",
      "register": "historisch; sonst abwertend",
      "definition": "Historisch die teils offiziell anerkannte Geliebte eines Fürsten. Allgemeiner, meist abwertend: die Geliebte besonders eines verheirateten Mannes.",
      "example": "Die Ausstellung zeigt, welchen politischen Einfluss die Mätresse am Hof ausübte.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt entsprechendes Verb oder Adjektiv.",
      "usage": "Für historische Hofverhältnisse sachlich verwendbar. Als heutige Personenbezeichnung trägt das Wort meist eine herabsetzende Wertung.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Maetresse"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 79
    },
    {
      "id": "melodramatisch",
      "word": "melodramatisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "oft kritisch; auch Theater und Film",
      "definition": "Gefühle und Konflikte besonders stark, pathetisch oder rührselig in Szene setzend; außerdem zum Melodram gehörend.",
      "example": "Sein Abschied klang etwas melodramatisch, schließlich sehen wir uns schon am Montag wieder.",
      "family": [
        {
          "word": "das Melodram",
          "note": "dramatische Gattung beziehungsweise ein Werk mit stark betonter Gefühlswirkung"
        }
      ],
      "usage": "Im Alltag häufig der Vorwurf, eine Situation gefühlsmäßig zu überhöhen. Als Gattungsbezeichnung kann es neutral sein.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/melodramatisch"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 80
    },
    {
      "id": "metamorphose",
      "word": "Metamorphose",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "plural": "Metamorphosen",
      "register": "bildungs- und fachsprachlich",
      "definition": "Eine grundlegende Verwandlung der Gestalt oder Erscheinung. In der Biologie etwa die Entwicklung einer Raupe zum Schmetterling.",
      "example": "Die Metamorphose des alten Lagerhauses zum offenen Treffpunkt hat den ganzen Ort überrascht.",
      "family": [
        {
          "word": "metamorph",
          "note": "umgewandelt; besonders in der Geologie gebraucht"
        }
      ],
      "familyNote": "Die verwandten Fachwörter sind nicht in jedem Zusammenhang austauschbar; im Alltag sagt man sich verwandeln.",
      "usage": "Betont eine tiefgreifende Verwandlung. Für eine kleine Anpassung wirkt das Wort bewusst groß oder ironisch.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Metamorphose"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 81
    },
    {
      "id": "metier",
      "word": "Metier",
      "type": "Nomen",
      "article": "das",
      "plural": "Metiers",
      "register": "oft beruflich oder künstlerisch",
      "definition": "Ein Tätigkeits- oder Fachgebiet, in dem jemand die nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten besitzt.",
      "example": "Bei der Raumgestaltung kenne ich mich aus; die Veranstaltungstechnik ist eher ihr Metier.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt entsprechendes Verb oder Adjektiv.",
      "usage": "Sein Metier beherrschen heißt sein Fach verstehen. Die Wendung das ist nicht mein Metier grenzt den eigenen Kompetenzbereich ab.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Metier"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 82
    },
    {
      "id": "misanthrop",
      "word": "Misanthrop",
      "type": "Nomen",
      "article": "der",
      "plural": "Misanthropen",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Ein Mensch, der anderen Menschen grundsätzlich mit Abneigung begegnet oder die Menschheit verachtet.",
      "example": "Nach drei Stunden im überfüllten Zug hielt ich mich vorübergehend für einen Misanthropen.",
      "family": [
        {
          "word": "misanthropisch",
          "note": "menschenfeindlich"
        },
        {
          "word": "die Misanthropie",
          "note": "eine ablehnende Haltung gegenüber den Menschen"
        },
        {
          "word": "die Misanthropin",
          "note": "weibliche Form"
        }
      ],
      "usage": "Stärker als ungesellig oder introvertiert. Als Selbstbeschreibung wird das Wort auch ironisch verwendet.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Misanthrop"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 83
    },
    {
      "id": "muessigkeit",
      "word": "Müßigkeit",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "pluralNote": "ohne üblichen Plural",
      "register": "gehoben",
      "definition": "Ein Zustand des Nichtstuns oder der Untätigkeit. Seltener auch: Zwecklosigkeit oder Vergeblichkeit.",
      "example": "Nach der Abgabe gönnte ich mir einen ganzen Sonntag in vollkommener Müßigkeit.",
      "family": [
        {
          "word": "müßig",
          "note": "untätig; je nach Zusammenhang auch zwecklos"
        },
        {
          "word": "der Müßiggang",
          "note": "das Nichtstun"
        }
      ],
      "usage": "Kann genussvolle Untätigkeit oder vorwurfsvolles Faulenzen bezeichnen. Bei einer müßigen Diskussion geht es dagegen um deren Zwecklosigkeit.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Mueszigkeit"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 84
    },
    {
      "id": "myopisch",
      "word": "myopisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "medizinisch",
      "definition": "Kurzsichtig; von einer Myopie betroffen oder durch sie bedingt.",
      "example": "Im Befund stand, dass beide Augen leicht myopisch seien.",
      "family": [
        {
          "word": "die Myopie",
          "note": "Kurzsichtigkeit"
        },
        {
          "word": "myop",
          "note": "gleichbedeutendes Adjektiv"
        }
      ],
      "usage": "Vor allem ein medizinischer Ausdruck. Für die übertragene Kritik an mangelnder Weitsicht ist kurzsichtig das geläufigere Wort.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden · myopisch",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/myopisch"
        },
        {
          "label": "Duden · Myopie",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Myopie"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 85
    },
    {
      "id": "notdurft",
      "word": "Notdurft",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "pluralNote": "ohne üblichen Plural",
      "register": "gehoben, teils altertümlich",
      "definition": "Menschliche Ausscheidungen; in der Wendung seine Notdurft verrichten: Blase oder Darm entleeren. In älteren Texten auch der notwendige Lebensbedarf.",
      "example": "Auf dem Schild stand, man solle seine Notdurft nicht im Park verrichten.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein gebräuchliches direkt entsprechendes Verb. Die übliche Verbindung lautet seine Notdurft verrichten.",
      "usage": "Heute vor allem in förmlichen Umschreibungen für den Toilettengang. Die ältere Bedeutung des Lebensnotwendigen kann in historischen oder religiösen Texten begegnen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Notdurft"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 86
    },
    {
      "id": "nuance",
      "word": "Nuance",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "plural": "Nuancen",
      "register": "allgemeinsprachlich",
      "definition": "Ein feiner Unterschied oder eine kleine Abstufung, etwa in Farbe, Klang, Bedeutung oder Ausdruck.",
      "example": "Zwischen einer direkten und einer schroffen Antwort liegt manchmal nur eine Nuance.",
      "family": [
        {
          "word": "nuancieren",
          "note": "fein abstufen oder Unterschiede differenziert darstellen"
        },
        {
          "word": "nuanciert",
          "note": "fein abgestuft, differenziert"
        },
        {
          "word": "die Nuancierung",
          "note": "eine feine Abstufung oder Differenzierung"
        }
      ],
      "usage": "Betont gerade die kleinen Unterschiede. Eine Nuance kann auch schlicht ein winziges Mehr oder Weniger bezeichnen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden · Nuance",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Nuance"
        },
        {
          "label": "Duden · nuancieren",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/nuancieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 87
    },
    {
      "id": "obolus",
      "word": "Obolus",
      "type": "Nomen",
      "article": "der",
      "plural": "Obolus oder Obolusse",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Ein kleiner Geldbeitrag oder eine Spende für einen bestimmten Zweck. Ursprünglich eine Münze des antiken Griechenlands.",
      "example": "Für Kaffee und Kuchen warf jeder einen kleinen Obolus in die Gemeinschaftskasse.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt entsprechendes Verb. Typische Verbindungen sind einen Obolus geben oder entrichten.",
      "usage": "Oft freundlich oder leicht scherzhaft für einen überschaubaren Beitrag. Die zweite Silbe schreibt sich mit o: Obolus.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Obolus"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 88
    },
    {
      "id": "obskur",
      "word": "obskur",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Undurchsichtig, zweifelhaft oder fragwürdig wirkend, oft weil Herkunft und Hintergründe unklar bleiben.",
      "example": "Die Einladung kam von einer obskuren Agentur, über die sich kaum etwas herausfinden ließ.",
      "family": [
        {
          "word": "die Obskurität",
          "note": "Dunkelheit, Unbekanntheit oder zweifelhafte Herkunft; ebenfalls bildungssprachlich"
        }
      ],
      "usage": "Meist eine skeptische Bewertung. Ein unbekannter Mensch oder ein seltenes Buch ist deshalb nicht automatisch obskur.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden · obskur",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/obskur"
        },
        {
          "label": "Duden · Obskurität",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Obskuritaet"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 89
    },
    {
      "id": "oktroyieren",
      "word": "oktroyieren",
      "type": "Verb",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Jemandem etwas gegen dessen Willen aufzwingen oder eine Regelung ohne echte Mitbestimmung durchsetzen.",
      "example": "Ich möchte der Gruppe meinen Geschmack nicht oktroyieren; wir sollten gemeinsam entscheiden.",
      "family": [
        {
          "word": "die Oktroyierung",
          "note": "das Aufzwingen oder einseitige Durchsetzen"
        }
      ],
      "usage": "Betont das Machtgefälle zwischen der bestimmenden und der betroffenen Seite. Auch aufoktroyieren ist gebräuchlich.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/oktroyieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 90
    },
    {
      "id": "olle-kamellen",
      "word": "olle Kamellen",
      "type": "Wendung",
      "register": "umgangssprachlich, meist abwertend",
      "definition": "Alte, längst bekannte Geschichten oder Informationen, die als überholt und wenig interessant empfunden werden.",
      "example": "Müssen wir beim Abendessen wirklich wieder die ollen Kamellen aus der Schulzeit aufwärmen?",
      "family": [],
      "familyNote": "Auch alte Kamellen. Die Wendung steht im Plural; ein passendes Verb ist alte Geschichten wieder hervorholen.",
      "usage": "Klingt abwinkend oder scherzhaft genervt. Mit den gleichlautenden Karnevalsbonbons hat diese Wendung einen anderen Ursprung.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden · Kamellen",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Kamellen"
        },
        {
          "label": "Duden · Kamelle",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Kamelle"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 91
    },
    {
      "id": "paradigmenwechsel",
      "word": "Paradigmenwechsel",
      "type": "Nomen",
      "article": "der",
      "plural": "Paradigmenwechsel",
      "register": "wissenschaftlich, auch übertragen",
      "definition": "Ein grundlegender Wechsel des Denkmodells oder der leitenden Annahmen, mit denen ein Gegenstand verstanden wird.",
      "example": "Gebäude zuerst als Materiallager zu betrachten, wäre für viele Planungsbüros ein Paradigmenwechsel.",
      "family": [
        {
          "word": "das Paradigma",
          "note": "ein zugrunde liegendes Denk- oder Erklärungsmuster"
        },
        {
          "word": "paradigmatisch",
          "note": "ein Paradigma betreffend; auch beispielhaft"
        }
      ],
      "usage": "Ursprünglich ein Wechsel wissenschaftlicher Grundauffassungen. Für eine kleine Anpassung wirkt das Wort schnell übertrieben.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Paradigmenwechsel"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 92
    },
    {
      "id": "paritaet",
      "word": "Parität",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "plural": "Paritäten (selten)",
      "register": "bildungs- und fachsprachlich",
      "definition": "Gleichheit oder Gleichstellung, häufig eine zahlenmäßig gleiche Vertretung verschiedener Gruppen. In der Wirtschaft auch ein Verhältnis zwischen Währungen.",
      "example": "Bei der Besetzung des Gremiums wurde auf Parität zwischen beiden Fachrichtungen geachtet.",
      "family": [
        {
          "word": "paritätisch",
          "note": "zu gleichen Anteilen besetzt oder beteiligt"
        }
      ],
      "usage": "Bei Gremien meist konkret auf Sitze, Stimmen oder Anteile bezogen. Das Wort allein sagt noch nichts über alle übrigen Machtverhältnisse aus.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Paritaet"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 93
    },
    {
      "id": "pedantisch",
      "word": "pedantisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "abwertend",
      "definition": "Übertrieben genau und kleinlich; auch unwichtige Einzelheiten mit übermäßiger Strenge behandelnd.",
      "example": "Seine pedantische Kontrolle jedes Kommas hielt die ganze Besprechung auf.",
      "family": [
        {
          "word": "der Pedant / die Pedantin",
          "note": "eine übertrieben genaue Person"
        },
        {
          "word": "die Pedanterie",
          "note": "kleinliche Übergenauigkeit"
        }
      ],
      "usage": "Enthält ein Urteil: Die Genauigkeit geht aus Sicht des Sprechenden zu weit. Sorgfältig wäre dagegen meist ein Lob.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/pedantisch"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 94
    },
    {
      "id": "perpetuieren",
      "word": "perpetuieren",
      "type": "Verb",
      "register": "bildungssprachlich, häufig kritisch",
      "order": 95,
      "definition": "Dafür sorgen, dass ein Zustand oder ein Muster fortbesteht und sich weiter verfestigt.",
      "example": "Wenn wir Aufgaben immer nach demselben Muster verteilen, perpetuieren wir auch die alten Rollen.",
      "family": [
        {
          "word": "die Perpetuierung",
          "note": ""
        }
      ],
      "usage": "Häufig geht es um etwas Unerwünschtes, das durch wiederholtes Handeln aufrechterhalten wird.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden · perpetuieren",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/perpetuieren"
        },
        {
          "label": "Duden · Perpetuierung",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Perpetuierung"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1
    },
    {
      "id": "persiflage",
      "word": "Persiflage",
      "article": "die",
      "type": "Nomen",
      "plural": "Persiflagen",
      "register": "bildungssprachlich",
      "order": 96,
      "definition": "Eine geistreiche Verspottung, die typische Eigenheiten durch Übertreibung oder ironische Nachahmung sichtbar macht.",
      "example": "Seine Begrüßungsrede war eine herrliche Persiflage auf die üblichen Ansprachen bei solchen Veranstaltungen.",
      "family": [
        {
          "word": "persiflieren",
          "note": "etwas auf diese Weise verspotten"
        }
      ],
      "usage": "Mehr als irgendein Witz: Eine Persiflage greift erkennbare Merkmale ihres Vorbilds auf.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden · Persiflage",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Persiflage"
        },
        {
          "label": "Duden · persiflieren",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/persiflieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1
    },
    {
      "id": "peu-a-peu",
      "word": "peu à peu",
      "type": "Wendung",
      "register": "aus dem Französischen",
      "definition": "Nach und nach; etwas entwickelt sich in kleinen Schritten oder wird allmählich ergänzt.",
      "example": "Wir richten die Wohnung peu à peu ein, statt alles auf einmal zu kaufen.",
      "family": [],
      "familyNote": "Eine feste Wendung ohne entsprechende deutsche Nomen- oder Verbform.",
      "usage": "Passt zu allmählichen Veränderungen und einem schrittweisen Vorgehen. Aussprache ungefähr pö-a-pö; das à trägt einen Akzent.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/peu_a_peu"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 97
    },
    {
      "id": "philanthrop",
      "word": "Philanthrop",
      "type": "Nomen",
      "article": "der",
      "plural": "Philanthropen",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Ein Menschenfreund; jemand, der anderen wohlgesinnt ist und sich für ihr Wohlergehen einsetzt.",
      "example": "Als Philanthrop unterstützte er die Bibliothek, damit alle im Ort Zugang zu Büchern hatten.",
      "family": [
        {
          "word": "philanthropisch",
          "note": "menschenfreundlich, wohltätig"
        },
        {
          "word": "die Philanthropie",
          "note": "Menschenfreundlichkeit oder gemeinnütziges Engagement"
        },
        {
          "word": "die Philanthropin",
          "note": "weibliche Form"
        }
      ],
      "usage": "Häufig für Menschen verwendet, die gemeinnützige Projekte fördern. Das Gegenwort lautet Misanthrop.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Philanthrop"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 98
    },
    {
      "id": "phlegmatisch",
      "word": "phlegmatisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "meist kritisch",
      "definition": "Schwer aus der Ruhe, aber auch schwer zum Handeln zu bringen; träge und wenig antriebsbereit.",
      "example": "Selbst als die Abgabefrist näher rückte, blieb er phlegmatisch und fing kaum mit der Arbeit an.",
      "family": [
        {
          "word": "das Phlegma",
          "note": "träge, schwer erregbare Gemütsart"
        },
        {
          "word": "der Phlegmatiker / die Phlegmatikerin",
          "note": "eine Person mit dieser Gemütsart"
        }
      ],
      "usage": "Kann ruhige Unerschütterlichkeit anklingen lassen, meint aber oft einen Mangel an Antrieb. Gelassen ist normalerweise positiver.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/phlegmatisch"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 99
    },
    {
      "id": "possierlich",
      "word": "possierlich",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "oft liebevoll oder scherzhaft",
      "definition": "Auf eine niedliche, drollige Art belustigend, besonders durch kleine Bewegungen oder eigentümliches Verhalten.",
      "example": "Der junge Hund sah mit seinen viel zu großen Pfoten ausgesprochen possierlich aus.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein heute übliches direkt entsprechendes Verb oder Nomen. Das historische Verb possieren ist veraltet.",
      "usage": "Vor allem für kleine Tiere. Auf erwachsene Menschen bezogen kann es verniedlichend oder herablassend wirken.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/possierlich"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 100
    },
    {
      "id": "postulieren",
      "word": "postulieren",
      "type": "Verb",
      "register": "bildungssprachlich, auch Philosophie",
      "definition": "Etwas mit Nachdruck fordern oder als gültig voraussetzen und behaupten. In der Philosophie auch eine zunächst unbewiesene Annahme zugrunde legen.",
      "example": "Der Entwurf postuliert, dass gemeinschaftliches Wohnen auch gemeinschaftlich nutzbare Freiräume braucht.",
      "family": [
        {
          "word": "das Postulat",
          "note": "eine Forderung oder zugrunde gelegte Annahme"
        }
      ],
      "usage": "Eine Aussage wird damit als Anspruch oder Voraussetzung formuliert. Postulieren bedeutet noch nicht, etwas bewiesen zu haben.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/postulieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 101
    },
    {
      "id": "praedestiniert",
      "word": "prädestiniert",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Für etwas so gut geeignet, dass es beinahe wie vorherbestimmt erscheint.",
      "example": "Mit ihrer Geduld und ihrem Organisationstalent ist sie für die Leitung des Projekts prädestiniert.",
      "family": [
        {
          "word": "prädestinieren",
          "note": "für etwas besonders geeignet machen oder vorherbestimmen"
        },
        {
          "word": "die Prädestination",
          "note": "Vorherbestimmung; besonders in der Theologie"
        }
      ],
      "usage": "Meist in der Verbindung für etwas prädestiniert sein. Häufig eine starke, anerkennende Aussage über Eignung.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/praedestiniert"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 102
    },
    {
      "id": "praetentioes",
      "word": "prätentiös",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich",
      "order": 103,
      "definition": "So auftretend oder gestaltet, dass es besonders wichtig, bedeutend oder anspruchsvoll wirken soll.",
      "example": "Für ein einfaches Abendessen fand ich die Beschreibung auf der Speisekarte ziemlich prätentiös.",
      "family": [
        {
          "word": "die Prätention",
          "note": "ein Anspruch oder eine Anmaßung"
        },
        {
          "word": "unprätentiös",
          "note": "ohne demonstrativen Anspruch auftretend"
        }
      ],
      "usage": "Meist ein kritisches Urteil über eine betont bedeutungsvolle Inszenierung.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden · prätentiös",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/praetentioes"
        },
        {
          "label": "Duden · Prätention",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Praetention"
        },
        {
          "label": "wissen.de · Gegenwort",
          "url": "https://www.wissen.de/rechtschreibung/praetentioes"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1
    },
    {
      "id": "prekaer",
      "word": "prekär",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Schwierig, unsicher und heikel; so beschaffen, dass ein ungünstiger Verlauf droht und ein Ausweg schwer zu finden ist.",
      "example": "Ohne Rücklagen wurde die finanzielle Lage des Vereins zunehmend prekär.",
      "family": [
        {
          "word": "die Prekarität",
          "note": "eine unsichere soziale Lage oder unzureichend abgesicherte Arbeitsverhältnisse"
        }
      ],
      "usage": "Häufig bei finanzieller oder sozialer Unsicherheit. Stärker als bloß unangenehm: Eine prekäre Lage ist ernsthaft instabil.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden · prekär",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/prekaer"
        },
        {
          "label": "Duden · Prekarität",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Prekaritaet"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 104
    },
    {
      "id": "resignation",
      "word": "Resignation",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "plural": "Resignationen (selten)",
      "register": "allgemeinsprachlich",
      "definition": "Das Aufgeben von Hoffnung oder Widerstand, weil eine Lage unveränderlich erscheint.",
      "example": "Nach der dritten Absage wich ihre anfängliche Zuversicht einer stillen Resignation.",
      "family": [
        {
          "word": "resignieren",
          "note": "entmutigt aufgeben oder sich in eine Lage fügen"
        },
        {
          "word": "resigniert",
          "note": "ohne Hoffnung auf Veränderung"
        }
      ],
      "usage": "Bezeichnet das innere Sichabfinden. Die deutsche Resignation ist im üblichen Gebrauch keine Amtsniederlegung wie das englische resignation.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Resignation"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 105
    },
    {
      "id": "retrograd",
      "word": "retrograd",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "fachsprachlich",
      "definition": "Rückläufig oder rückwärts gerichtet. Medizinisch bezeichnet eine retrograde Amnesie Erinnerungslücken für die Zeit vor einem auslösenden Ereignis; sprachwissenschaftlich bedeutet es rückgebildet.",
      "example": "Im Befund war von einer retrograden Amnesie für die Stunden vor dem Unfall die Rede.",
      "family": [],
      "familyNote": "Die entsprechende Bezeichnung hängt vom Fachgebiet ab; keine geläufige allgemeine Verbform.",
      "usage": "Die konkrete Bedeutung ergibt sich aus dem Fachgebiet. Für alltägliche Rückschritte sind rückläufig oder rückwärtsgewandt meist verständlicher.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/retrograd"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 106
    },
    {
      "id": "reuessieren",
      "word": "reüssieren",
      "type": "Verb",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Mit etwas Erfolg haben oder Anerkennung finden, etwa in einem Beruf oder mit einer künstlerischen Arbeit.",
      "example": "Nach einigen wenig beachteten Arbeiten reüssierte sie mit ihrem ersten Roman.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt entsprechendes deutsches Nomen; der substantivierte Infinitiv lautet das Reüssieren.",
      "usage": "Typisch sind mit etwas, bei jemandem oder als etwas reüssieren. Klingt gehoben und kann leicht ironisch eingesetzt werden.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/reuessieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 107
    },
    {
      "id": "rochade",
      "word": "Rochade",
      "article": "die",
      "type": "Nomen",
      "plural": "Rochaden",
      "register": "Schach · auch übertragen",
      "order": 108,
      "definition": "Ein besonderer Schachzug mit König und Turm. Übertragen auch ein Wechsel oder Tausch von Positionen und Ämtern.",
      "example": "Nach einer kleinen Rochade im Vorstand übernimmt sie jetzt die Finanzen.",
      "family": [
        {
          "word": "rochieren",
          "note": "eine Rochade ausführen; im Mannschaftssport die Position wechseln"
        }
      ],
      "usage": "Bildhaft für personelle Umbesetzungen. Duden kennzeichnet die Bedeutung des Ämterwechsels als schweizerisch.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden · Rochade",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Rochade"
        },
        {
          "label": "Duden · rochieren",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/rochieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1
    },
    {
      "id": "sadist",
      "word": "Sadist",
      "type": "Nomen",
      "article": "der",
      "plural": "Sadisten",
      "register": "allgemeinsprachlich, häufig abwertend",
      "definition": "Jemand, der Freude daran hat, andere leiden zu lassen oder zu quälen. In sexueller Bedeutung jemand, der daraus sexuelle Befriedigung gewinnt.",
      "example": "Der Schurke im Roman ist ein Sadist, der die Angst seiner Gefangenen genießt.",
      "family": [
        {
          "word": "sadistisch",
          "note": "am Leiden anderer Gefallen findend"
        },
        {
          "word": "der Sadismus",
          "note": "die entsprechende Neigung"
        },
        {
          "word": "die Sadistin",
          "note": "weibliche Form"
        }
      ],
      "usage": "Eine starke Charakterisierung oder Beschimpfung. Die umgangssprachliche Verwendung ist keine fachliche Diagnose.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Sadist"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 109
    },
    {
      "id": "sakrosankt",
      "word": "sakrosankt",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich",
      "order": 110,
      "definition": "Als unantastbar geltend; so behandelt, dass Kritik oder Veränderungen ausgeschlossen erscheinen.",
      "example": "Nur weil wir das seit zwanzig Jahren so machen, ist der Ablauf noch lange nicht sakrosankt.",
      "family": [
        {
          "word": "die Unantastbarkeit",
          "note": "sinnverwandt"
        }
      ],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt entsprechendes Verb oder Nomen.",
      "usage": "Eignet sich auch für eine ironische Bemerkung über Regeln, Gewohnheiten oder Überzeugungen, die niemand hinterfragen darf.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/sakrosankt"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1
    },
    {
      "id": "sammelsurium",
      "word": "Sammelsurium",
      "type": "Nomen",
      "article": "das",
      "plural": "Sammelsurien",
      "register": "oft abwertend, auch scherzhaft",
      "definition": "Eine bunt zusammengewürfelte Ansammlung sehr unterschiedlicher Dinge, oft ohne erkennbare Ordnung oder gemeinsame Qualität.",
      "example": "In der Schublade lag ein Sammelsurium aus alten Schlüsseln, Kabeln und fremden Schrauben.",
      "family": [
        {
          "word": "sammeln",
          "note": "zusammentragen"
        },
        {
          "word": "die Sammlung",
          "note": "Zusammenstellung gesammelter Dinge; neutraler als Sammelsurium"
        }
      ],
      "usage": "Betont die zufällige Mischung. Kann liebevoll für einen kuriosen Bestand oder kritisch für fehlende Ordnung stehen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden · Sammelsurium",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Sammelsurium"
        },
        {
          "label": "Duden · Plural",
          "url": "https://www.duden.de/deklination/substantive/Sammelsurium"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 111
    },
    {
      "id": "schmach",
      "word": "Schmach",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "pluralNote": "ohne üblichen Plural",
      "register": "gehoben, emotional",
      "definition": "Eine als schwer empfundene Demütigung, Kränkung oder Schande.",
      "example": "Die Niederlage gegen die eigene Ersatzmannschaft empfand er als besondere Schmach.",
      "family": [
        {
          "word": "schmachvoll",
          "note": "mit Schande oder Demütigung verbunden"
        },
        {
          "word": "schmähen",
          "note": "jemanden herabsetzen oder beschimpfen; verwandtes Verb"
        }
      ],
      "usage": "Ein starkes, oft dramatisches Wort. Bei kleinen Missgeschicken lässt es sich bewusst übertrieben und scherzhaft einsetzen.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Schmach"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 112
    },
    {
      "id": "sekundieren",
      "word": "sekundieren",
      "type": "Verb",
      "register": "bildungssprachlich, auch Musik und Sport",
      "definition": "Jemanden unterstützen, besonders indem man einer Aussage beipflichtet. In der Musik auch mit einer zweiten Stimme begleiten.",
      "example": "Als sie mehr Zeit für die Diskussion verlangte, sekundierte ihr Kollege sofort.",
      "family": [
        {
          "word": "der Sekundant / die Sekundantin",
          "note": "eine unterstützende oder beistehende Person, besonders im Sport"
        }
      ],
      "usage": "Im Gespräch jemandem sekundieren: dessen Position verstärken. Das Wort eignet sich gut, wenn Zustimmung zugleich Unterstützung ist.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/sekundieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 113
    },
    {
      "id": "sodomie",
      "word": "Sodomie",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "pluralNote": "ohne üblichen Plural",
      "register": "historisch und sexualsprachlich",
      "definition": "Im heutigen Deutschen meist Geschlechtsverkehr mit Tieren. Historisch wurde das Wort auch zur abwertenden Bezeichnung anderer Sexualität verwendet, insbesondere von Homosexualität.",
      "example": "Für die Einordnung der historischen Quelle musste zunächst geklärt werden, was dort unter Sodomie verstanden wurde.",
      "family": [
        {
          "word": "sodomitisch",
          "note": "entsprechendes Adjektiv; vor allem in historischen Zusammenhängen"
        }
      ],
      "usage": "Bei alten Texten immer den damaligen Sprachgebrauch beachten. Die Verwendung für Homosexualität ist veraltet und diskriminierend; das englische sodomy kann anders abgegrenzt sein.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Sodomie"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 114
    },
    {
      "id": "sondieren",
      "word": "sondieren",
      "type": "Verb",
      "register": "bildungssprachlich",
      "order": 115,
      "definition": "Eine Lage, Möglichkeiten oder die Haltung anderer vorsichtig erkunden, bevor man sich festlegt.",
      "example": "Ich sondiere erst einmal, ob die anderen überhaupt Interesse an einem gemeinsamen Wochenende haben.",
      "family": [
        {
          "word": "die Sondierung",
          "note": "Plural: die Sondierungen"
        }
      ],
      "usage": "Passt besonders zum unverbindlichen Vorfühlen. In der Medizin bezeichnet es auch das Untersuchen mit einer Sonde.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/sondieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1
    },
    {
      "id": "sophistisch",
      "word": "sophistisch",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich, meist abwertend; auch Philosophie",
      "definition": "Mit spitzfindigen oder scheinbar schlüssigen Argumenten arbeitend, die eher verwirren als die Sache klären. Philosophisch auch die antike Sophistik betreffend.",
      "example": "Mit seiner sophistischen Unterscheidung zwischen Versprechen und Zusage wollte er sich aus der Verantwortung reden.",
      "family": [
        {
          "word": "die Sophistik",
          "note": "spitzfindige Argumentationsweise; auch eine antike philosophische Strömung"
        },
        {
          "word": "der Sophismus",
          "note": "ein nur scheinbar schlüssiger Gedankengang"
        }
      ],
      "usage": "Im Alltag eine Kritik an der Argumentation. Nicht mit dem englischen sophisticated im Sinne von raffiniert oder anspruchsvoll verwechseln.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/sophistisch"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 116
    },
    {
      "id": "suada",
      "word": "Suada",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "plural": "Suaden",
      "register": "bildungssprachlich, oft abwertend",
      "definition": "Eine ausgedehnte, kaum unterbrochene Rede oder ein Redeschwall. Daneben auch die Fähigkeit, flüssig und überzeugend zu sprechen.",
      "example": "Auf die kurze Frage folgte eine zehnminütige Suada über alles, was im Haus falsch lief.",
      "family": [
        {
          "word": "die Suade",
          "note": "Nebenform mit gleicher Bedeutung"
        }
      ],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt entsprechendes Verb.",
      "usage": "Oft für einen Redefluss, der den anderen wenig Raum lässt. Ob die Beredsamkeit bewundert oder kritisiert wird, ergibt sich aus dem Zusammenhang.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Suada"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 117
    },
    {
      "id": "supercalifragilisticexpialigetisch",
      "word": "Supercalifragilisticexpialigetisch",
      "type": "Kunstwort",
      "register": "spielerisch · Mary Poppins",
      "definition": "Ein bewusst überlanges Fantasiewort aus Mary Poppins; ein spielerischer Ausruf für etwas Außergewöhnliches oder für einen Moment, in dem die Worte fehlen.",
      "example": "Nach diesem vollkommen verrückten Tag blieb als Zusammenfassung nur noch: Supercalifragilisticexpialigetisch!",
      "family": [],
      "familyNote": "Keine übliche Wortfamilie. Im Englischen lautet das Kunstwort supercalifragilisticexpialidocious.",
      "usage": "Die hier verwendete deutsche Schreibweise ist im Musical belegt. Ein Zitat und Sprachspiel, kein präziser Fachbegriff.",
      "sources": [
        {
          "label": "Stage Entertainment · Mary Poppins",
          "url": "https://www.stage-entertainment.de/musicals-shows/backstage/musical-archiv/mary-poppins"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 118
    },
    {
      "id": "synergie",
      "word": "Synergie",
      "type": "Nomen",
      "article": "die",
      "plural": "Synergien",
      "register": "allgemein- und fachsprachlich",
      "definition": "Ein Nutzen oder eine zusätzliche Wirkung, die durch das Zusammenwirken mehrerer Beteiligter, Mittel oder Prozesse entsteht.",
      "example": "Durch die gemeinsame Werkstatt entstehen Synergien: Beide Betriebe können Maschinen und Materiallager teilen.",
      "family": [
        {
          "word": "synergetisch",
          "note": "zusammenwirkend"
        },
        {
          "word": "der Synergieeffekt",
          "note": "der durch das Zusammenwirken entstehende Vorteil oder Effekt"
        }
      ],
      "usage": "Ein häufiges Wort in Wirtschaft und Projektarbeit. Wird anschaulicher, wenn man den konkreten gemeinsamen Vorteil benennt.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden · Synergie",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Synergie"
        },
        {
          "label": "Duden · synergetisch",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/synergetisch"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 119
    },
    {
      "id": "tachinieren",
      "word": "tachinieren",
      "type": "Verb",
      "register": "österreichisch, umgangssprachlich",
      "definition": "Sich während der Arbeitszeit vor der Arbeit drücken oder untätig bleiben. Auch eine Arbeitsunfähigkeit nur vortäuschen.",
      "example": "Während die anderen die Tische aufstellten, tachinierte er beim Kaffeeautomaten.",
      "family": [
        {
          "word": "der Tachinierer / die Tachiniererin",
          "note": "jemand, der sich vor der Arbeit drückt"
        }
      ],
      "usage": "Ein österreichischer Ausdruck, meist vorwurfsvoll oder scherzhaft. Nicht jede wohlverdiente Pause ist schon Tachinieren.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/tachinieren"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 120
    },
    {
      "id": "unter-ferner-liefen",
      "word": "unter ferner liefen",
      "type": "Wendung",
      "register": "umgangssprachlich",
      "definition": "Auf einem hinteren oder untergeordneten Rang; im Vergleich zu anderem ohne größere Bedeutung oder Erfolg.",
      "example": "Bei der Abstimmung landete unser Vorschlag leider unter ferner liefen.",
      "family": [],
      "familyNote": "Eine feste Wendung ohne eigene Nomen- oder Adjektivform. Man kann unter ferner liefen rangieren oder landen.",
      "usage": "Stammt aus der Sprache des Pferderennsports. Heute auch für Dinge, die zwar vorkommen, aber kaum Beachtung finden.",
      "sources": [
        {
          "label": "Universität Graz · Deutsche WortSchätze",
          "url": "https://wortschaetze.uni-graz.at/de/wortschaetze/wortschaetze-nach-themen/belegdatenbank-sport/f/ferner-liefen/"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 121
    },
    {
      "id": "vagabund",
      "word": "Vagabund",
      "type": "Nomen",
      "article": "der",
      "plural": "Vagabunden",
      "register": "veraltend, auch literarisch",
      "definition": "Ein umherziehender Mensch ohne festen Wohnsitz. Übertragen jemand, der gern unstet lebt und es nicht lange an einem Ort aushält.",
      "example": "Nach Jahren mit dem Rucksack nannte er sich selbst einen Vagabunden, obwohl er längst eine Wohnung hatte.",
      "family": [
        {
          "word": "vagabundieren",
          "note": "umherziehen"
        },
        {
          "word": "die Vagabundin",
          "note": "weibliche Form"
        },
        {
          "word": "das Vagabundenleben",
          "note": "ein unstetes, umherziehendes Leben"
        }
      ],
      "usage": "Kann literarisch oder romantisierend klingen. Als Bezeichnung anderer Menschen je nach Zusammenhang auch abwertend.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Vagabund"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 122
    },
    {
      "id": "vasall",
      "word": "Vasall",
      "type": "Nomen",
      "article": "der",
      "plural": "Vasallen",
      "register": "historisch; übertragen abwertend",
      "definition": "Im Mittelalter ein Gefolgsmann eines Herrn, häufig mit einem Lehen verbunden. Übertragen ein abhängiger, willfähriger Unterstützer eines Mächtigeren.",
      "example": "Der Bürgermeister wollte als eigenständiger Verhandler auftreten und nicht als Vasall der Investoren.",
      "family": [
        {
          "word": "die Vasallin",
          "note": "weibliche Form"
        },
        {
          "word": "der Vasallenstaat",
          "note": "ein politisch von einem anderen Staat abhängiger Staat"
        }
      ],
      "usage": "In historischen Darstellungen sachlich. In heutigen Machtverhältnissen eine scharfe Kritik an Abhängigkeit und fehlender Eigenständigkeit.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/Vasall"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 123
    },
    {
      "id": "veritabel",
      "word": "veritabel",
      "type": "Adjektiv",
      "register": "bildungssprachlich",
      "definition": "Wirklich und der Bezeichnung in vollem Umfang entsprechend; so ausgeprägt, dass das genannte Wort tatsächlich passt.",
      "example": "Aus der kleinen Meinungsverschiedenheit wurde am Ende ein veritabler Streit.",
      "family": [],
      "familyNote": "Kein geläufiges direkt entsprechendes deutsches Verb oder Nomen.",
      "usage": "Meist vor einem Nomen: ein veritabler Erfolg, eine veritable Krise. Verstärkt die Aussage, oft mit einem leicht ironischen Unterton.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/veritabel"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 124
    },
    {
      "id": "vertaendeln",
      "word": "vertändeln",
      "type": "Verb",
      "register": "veraltend; auch Sport",
      "definition": "Zeit mit beiläufigen oder nutzlosen Beschäftigungen verstreichen lassen. Im Sport: den Ball oder Puck durch unnötiges Spiel verlieren.",
      "example": "Wir haben den Vormittag mit Nebensächlichkeiten vertändelt und die eigentliche Aufgabe nicht begonnen.",
      "family": [
        {
          "word": "tändeln",
          "note": "sich spielerisch oder ohne rechten Ernst beschäftigen"
        },
        {
          "word": "das Vertändeln",
          "note": "substantivierter Infinitiv"
        }
      ],
      "usage": "Bei Zeit oft bedauernd oder selbstironisch. Die sportliche Bedeutung ist auch heute geläufig.",
      "sources": [
        {
          "label": "Duden",
          "url": "https://www.duden.de/rechtschreibung/vertaendeln"
        }
      ],
      "addedAt": "2026-10-26",
      "batch": 1,
      "order": 125
    }
  ]
}
